Grundlagen

Home ] Nach oben ] Inhaltsverzeichnis ]


Monitorservice

Ersatzteile

Elektronik-Forum

Gästebuch

 Webhosting  

Reparaturen

Ersatzteilversand

Für Fachhändler

Ersatzteilbeschaffung  

Ein Vogel

Sonderangebot :    Sonderangebot !      Schaumreiniger Preis : 3,95 Euro
Im Onlineshop bestellen

Nachrichtenübertragung

Allgemeines

Eine Nachricht kann in analoger Form oder in digitaler Form übertragen werden. Bei der Übertragung von Nachrichten spielt es vor allem eine Rolle, den eigentlichen Inhalt der Nachricht ohne Verfälschungen zu übertragen. Energieverluste können durch entsprechende Verstärkung des Signals bis zu einem gewissen Grade wieder ausgeglichen werden. Wesentlich unangenehmer als Energieverluste sind Störungen, die sich während der Übertragung dem Nachrichteninhalt überlagern, respektive beimischen. Sie können in der analogen Technik nicht ohne weiteres wieder von der Nachricht getrennt werden. Bei einer elektrischen Nachrichtenübertragung gilt allgemein als die wichtigste Forderung die vollständige Erhaltung des Nachrichtensignals.

 

Nachrichtensignal und Nachrichtenträger

Ganz allgemein können Sprache, Musik, Daten u.s.w. als Nachrichtensignale bezeichnet werden. Um sie zu übertragen, werden sie in der elektrischen Nachrichtentechnik zum Beispiel durch Verwendung von Mikrofonen und Messwertgebern elektrischer Art mittels Kontakten oder optoelektrisch in elektrische Nachrichtensignale umgewandelt. Wie im unter 1.1 bereits geschildert können die Signale eingeteilt werden in digitale und analoge Signale. Unabhängig davon lassen sich alle Signale durch eine Vielzahl harmonischer, d.h. sinusförmiger Schwingungen unterschiedlicher Größe, Frequenz und Phase darstellen. Gewöhnlich liegen die Frequenzen dieser Nachrichtensignale im Hörbereich, also etwa unter 20 kHz. Diesen Bereich bezeichnet man als den sogenannten Niederfrequenzbereich (NF-Bereich). Bei Sprache, insbesondere Musik ist es einleuchtend, dass das Signal aus einer Vielzahl von Schwingungen unterschiedlicher Frequenzen besteht. Man bezeichnet diese Gesamtzahl der Schwingungen als Frequenzband. Für eine naturgetreue Musikwiedergabe ist ein Frequenzband zwischen 30 Hz und 15 kHz zu übertragen, was dem Frequenzband1 beim UKW-Rundfunk entspricht. Künstlerische Sprachwiedergabe erfordert ein Band von 100 Hz2 bis 6kHz. Der Mittelwellenrundfunk mit einem Frequenzband zwischen 100 Hz und 4.5 kHz kommt diesem Bereich nahe. Aus Gründen der Frequenzökonomie (d.h. sparsamer Umgang mit Frequenzen bzw. Frequenzbändern) wird bei der Telefonie gemäss CCITT-Empfehlung nur ein Frequenzband von 300 Hz bis 3.4 kHz übertragen (siehe Tab.1).

Messungen haben ergeben, dass dabei eine Silbenverständlichkeit von 91% und eine Satzverständlichkeit von 99% gewährleistet ist.

Völlig aus dem Rahmen hinsichtlich der Bandbreite fällt da allerdings das Nachrichtensignal bei der Übertragung von bewegten Fernseh-Bildern. Die Farbkamera wandelt ja die Hell-Dunkel-Schwankungen des Bildes in ein elektrisches Signal, das Video-Signal um. Dieses Band reicht von praktisch 0 Hz bis 5.5 MHz. O Hz, also sozusagen Gleichspannung, liefert die Kamera, wenn das Bild über eine große Fläche hinweg konstante Helligkeit bietet. Die obere Frequenzgrenze wird erreicht bei starken Helligkeitsschwankungen, also z.B. bei der Übertragung eines Gittermusters. Diese Frequenzgrenze wird bei Heimempfängern meist dann sichtbar, wenn z.B. der Moderator ein Sakko trägt das sehr fein gestreift ist. Bei solchen Signalen kann nicht mehr von Niederfrequenz gesprochen werden.

Weniger einleuchtend ist, dass man sich auch Digitalsignale aus sinusförmigen Schwingungen unterschiedlicher Frequenz, Größe und Phase zusammengesetzt denken kann, bei denen es sich doch laienhaft gesprochen nur um ‘zerhackte’ Gleichspannung handelt. Allerdings treten infolge der harten Übergänge im digitalen, allgemein im pulsförmigen Nachrichtensignal extrem hohe Frequenzen auf. Ob nun die gewöhnlich niederfrequente Nachricht als analoges oder digitales Signal auftritt, muss sie in jedem Fall durch Modulation im Sender auf einen geeigneten, im allgemeinen hochfrequenten sinusförmigen oder pulsförmigen Träger aufgeprägt und im Empfänger durch Demodulation möglichst originalgetreu wiedergewonnen werden.

 

Zweck des Nachrichtenträgers

Alle technischen Einrichtungen auf dem Übertragungsweg bezeichnet man als Teile der Übertragungsstrecke. Dem Anfang jeder Übertragungsstrecke (siehe Tabelle.2) bildet ein Umsetzer (Wandler), der akustische oder optische Informationen in elektrische Signale umsetzt.

 

Die Frequenz der Nachrichtenübertragung muss an das Medium angepasst werden. Als Medien für die Übertragung werden entweder Leitungen, Lichtwellenleiter (Glasfaser) oder bei drahtloser Übertragung der freie Raum verwendet. Bei drahtloser Übertragung wird die Nachricht mit Hilfe eines Senders in den Frequenzbereich verschoben, den die Antenne abstrahlen kann. Der Empfänger verschiebt die Nachricht wieder in den ursprünglichen Frequenzbereich. Ein Umsetzter wandelt zum Schluss die elektrischen Signale wieder in akustische oder optische Informationen um.

Nun stellt sich generell die Frage warum man eigentlich einen Nachrichtenträger braucht. Im wesentlichen hat das folgenden Grund :

Der Übertragungsweg ist meist nur geeignet zur Übertragung hochfrequenter Schwingungen. Daher muss das niederfrequente Signal auf eine hochfrequente Trägerschwingung aufmoduliert werden. Hierzu einige Beispiele :

    • Antennen müssten aufgrund ihrer physikalischen Gegebenheiten zur Abstrahlung einer niederfrequenten elektrischen Schwingung von
      1 kHz eine sinnlose Länge von 100 km benötigen. Je höher die Frequenz also, desto kleiner kann die Antenne gebaut werden.
    • Glasfaserkabel erfordern als Nachrichtenträger das Licht. Im Infrarotbereich, also um 1 m m Lichtwellenlänge, liegt die Frequenz der elektromagnetischen Wellen bei Frequenzen um 300'000 GHz.
    • Bei der Hohlleiterübertragung ist die Übertragung überhaupt erst unterhalb einer bestimmten Grenzwellenlänge möglich. Ein Hohlleiter mit der Breite von 23 mm hat beispielsweise eine Grenzwellenlänge von 46 mm und überträgt daher erst oberhalb von 6.5 GHz Signale.

 

Prinzip der Modulation und Demodulation

Amplitudenmodulation

Das Prinzip eines modulierten Signals soll in Bild.1 gezeigt werden, und zwar stellt das oberste Liniendiagramm ein einfaches analoges Nachrichtensignal das, das zweite den hochfrequenten Träger zunächst unmoduliert (Der Träger ist z.B. beim Mittelwellenfunk zwischen 525 kHz und 1605 kHz). Das dritte Liniendiagramm zeigt nun den in der Amplitude modulierten Träger.

Bild.1

Die Nachricht ist jetzt nur noch gedanklich in der Verbindungslinie der Spitzen der Hochfrequenzschwingung vorhanden! Von dem beim Mittelwellenfunk mit rund 100 kiloWatt abgestrahlten hochfrequenten Signal erhält der Empfänger je nach Entfernung im allgemeinen weniger als 1 mikroWatt. Doch selbst nach Verstärkung im Empfänger ist es noch nicht geeignet, den Lautsprecher zu akustischen Schwingungen anzuregen. Es ist erst eine sogenannte Demodulation erforderlich. Der Demodulator ist bei diesem Verfahren denkbar einfach, nämlich ein Gleichrichter! Die Membran des Lautsprechers wird nun durch die hochfrequente Halbschwingung angeregt, macht aber wegen ihrer mechanischen Trägheit nur die niederfrequente Nachricht mit. Dieses dargestellte Verfahren nennt man Amplitudenmodulation. Die Größe der Hüllkurve (2.Liniendiagramm) ist gleich der Amplitude des ursprünglichen Niederfrequenzsignals und damit zur Lautstärke (Vergleiche 1.Liniendiagramm). Die Frequenz der Hüllkurve ist gleich zur Frequenz des niederfrequenten Signals und damit zur Tonhöhe. Also : Je höher die Lautstärke des NF-Signals, desto höher die Hüllkurve. Je höher der zu übertragende Ton des NF-Signals, desto höher die Frequenz der Hüllkurve. Die Amplitudenmodulation, kurz AM genannt, ist allerdings deshalb auch sehr anfällig gegenüber Störungen, die sich in ihrer Größe und in ihrer Frequenz auswirken. Abhilfe schafft hier die unter dem Oberbegriff der Winkelmodulation bekannte Frequenzmodulation, auch FM genannt.

 

Quadratur-Amplitudenmodulation

Wie wir bei der Amplitudenmodulation gesehen haben wird bei dieser Art der Modulation jeweils die Amplitude mit dem Träger moduliert. Eine weitere, in der Nachrichtentechnik sehr häufig eingesetzte Art der Modulation ist die Quadraturamplitudenmodulation. Bei dieser Art der Modulation wird die Effektivität der Amplitudenmodulation dadurch gesteigert, dass neben der Amplitude zusätzlich die Phase moduliert wird. Es werden hier zwei gleichfrequente, gegeneinander um 90° gegeneinander phasenverschobene Träger eingesetzt. Die Träger werden von verschiedenen Signalen amplitudenmoduliert und dann zusammengefügt.

Zur Demodulation eines QAM-Signals ist ein Hilfsträger notwendig, der mit dem Originalträger in Frequenz und Phase synchronisiert ist. Bei dieser Demodulation kann erreicht werden, dass das Signal für 0° Phasenverschiebung maximal wird, während es für 90° gerade verschwindet, d.h. die beiden Signale lassen sich trennen.

Wird ein Digitalsignal quadraturamplitudenmoduliert zeigt nachfolgendes Zeigerdiagramm, wie man sich die Rückgewinnung des ursprünglichen Codes vorstellen kann.

Je mehr die Zeigerspitzen allerdings zusammenrücken, desto störanfälliger wird das Signal. Ein auf den jeweiligen Nutzzeiger sitzender Störzeiger (Abweichung von Soll-Amplitude oder Soll-Phase) überschreitet bereits bei geringem Pegel die Entscheidungsschwelle zwischen den benachbarten Phasenzuständen.

 

Pulsmodulation

Bei den bisher behandelten Modulationsverfahren wurde immer ein sinusförmiger Nachrichtenträger proportional zum Modulationssignal entweder in der Amplitude oder in der Frequenz moduliert. Bei der Pulsmodulation dient dagegen ein Puls als Nachrichtenträger, deren Größe, Phase oder Dauer, respektive Frequenz proportional zum Augenblickswert der Modulationsamplitude geändert wird.

Wir unterscheiden die vier wichtigsten Arten :

    • Pulsamplitudenmodulation
    • Pulsphasenmodulation
    • Pulsdauermodulation
    • Pulsfrequenzmodulation

Von diesen vier Arten ist für uns die Pulsamplitudenmodulation vorerst wichtig.

 

Pulsamplitudenmodulation

Damit die Nachrichtenübertragung mit der Pulsmodulation möglich ist, muss das Frequenzspektrum nach oben begrenzt sein. Die Abtastfrequenz muss theoretisch die doppelte Frequenz des höchsten zu übertragenden Tones sein. Praktisch wird die doppelte Frequenz der Frequenz des Signals gewählt. Das heißt zum Beispiel in der Technik der Telefonie, wo das zu übertragende Frequenzspektrum von 100 Hz bis 3,4 kHz reicht, wird als Abtastfrequenz 8 kHz gewählt. Das Prinzip ist relativ deutlich in Bild.1 sichtbar.

Bild.1

Der erste Sinus stellt das z.B. das Tonsignal dar. Die zweite Kurve erklärt das pulsamplitudenmodulierte Signal. Zum einfacheren Verständnis kann man sich das Ganze so vorstellen : Die Höhe der Pulse ist gleich der Lautstärke. Der Abstand der Pulse ist gleich der Frequenz, also der Tonhöhe.

Bei der Demodulation, also bei der Rückgewinnung des ursprünglichen Signals werden diese Pulse mittels einer Bauteileschaltung einfach ausgedrückt etwas geglättet und auseinandergezogen, so dass das ursprüngliche Sinussignal (also in unserem Falle der Ton) wieder zurückgewonnen ist.

Je höher die zu übertragenden Frequenzen sein werden, desto größer wird die Abtastrate sein (desto mehr Pulse in einer bestimmten Zeit). In unserem Falle heißt das : Je besser die Qualität des Tones sein muss und je mehr Kanäle übertragen werden müssen, desto mehr Platz (Bandbreite) wird das Signal in Anspruch nehmen werden.

 

Frequenzmodulation

Im Gegensatz zur Amplitudenmodulation wird bei der Frequenzmodulation die Frequenz der Trägerspannung im Rhythmus der Niederfrequenzamplitude geändert (Bild.2).

Bild.2

 

Zu beachten ist dabei, dass die Größe der modulierten Schwingung (also die Amplitude) konstant bleibt. Die Frequenzabweichung von der Trägerfrequenz ist gleich der der Niederfrequenzamplitude. Diese Abweichungen bezeichnet man als Hub. Die größte Abweichung bezeichnet man als maximalen Frequenzhub.

Gleich wie bei der Amplitudenmodulation lässt sich auch hier ein Vergleich zum NF-Signal finden : Die Größe der Niederfrequenzamplitude und damit die Lautstärke ist gleich der Frequenzabweichung, also des Hubs.

Die Frequenz des NF-Signals und damit die Höhe des Tones ist gleich der Häufigkeit in der diese Frequenzabweichung auftritt.

Da sich die Amplitude, also die Größe, des frequenzmodulierten Signals nie ändert ist es nicht anfällig auf Störungen, denn es können im Empfänger einfacherweise die oberen Spitzen des FM-Signals ‘abgeschnitten’ werden.

 

Digitaltechnik

Definition der Digitalsignal-Übertragung

Jedes Signal, mit dem Informationen übertragen werden soll, muss mindestens zwei verschiedene Werte annehmen können, denn bei nur einem Wert ist keine Informationsübertragung möglich. Dieser Mindestanforderung an das Signal hat man eine ‘Masseinheit’ zugeordnet - das Bit. Das Bit ist die Abkürzung von ‘binary digit’ und definiert als Einheit der Entscheidung zwischen zwei - einander ausschließenden - Möglichkeiten, also z.B. 0 oder 1;an oder aus High oder Low. Man nennt ein Signal mit diesen Eigenschaften ein binäres Signal. Die Übertragungsgeschwindigkeit von binären Signalen wird in bit/s angegeben, was soviel bedeutet wie die Anzahl dieser Zustände, die in einer Sekunde übertragen werden können. Alle weiteren Digitalsignale lassen sich aus diesem binären Signal ableiten. In Bild.3 ist zum Beispiel ein Signal mit vier Wertestufen dargestellt, bei dem während der Symboldauer T zwei binäre Entscheidungen (entspricht also 2 Bit) möglich sind.

Bild.3               

Möchte man 3 Bit pro Element übertragen, sind hierfür mindestens 8 Wertestufen erforderlich. Eine Steigerung der Bit pro Element zeigt, dass die Anzahl der hierfür erforderlichen Wertestufen schnell steigt.

Diese mehrwertigen Informationselemente sollen nun über den Übertragungskanal, z.B. eine Richtfunkverbindung, übertragen werden. Die Kapazität dieses Kanals ist definiert als die Anzahl von Bit, die in einer Sekunde hierüber übertragen werden, sie ist also gleich der Übertragungsgeschwindigkeit.

Bei der Analogsignalübertragung ist der Signal-Rausch-Abstand direkt für die Übertragungsqualität maßgebend. Bei der Digitalsignalübertragung ist das entscheidende Kriterium, möglichst wenig falsch übertragene Daten zu erhalten.

Störungen des Digitalsignals wirken sich folgendermaßen aus :

    • Bitfehler : Bei einem Bitfehler ist ein Zeichen eines Binärsignals falsch übertragen worden (1 statt 0 oder umgekehrt)
    • Symbolfehler : Ein Zeichen eines mehrwertigen Signals (ein Signalelement) wurde verfälscht. Ein Symbolfehler kann mehrere Bitfehler verursachen.
    • Fehlerhäufigkeit : Das Verhältnis der Anzahl der verfälschten Signalelemente zur Gesamtzahl der beobachteten Signalelemente.
    • Bitfehlerhäufigkeit (BFH) : Die Fehlerhäufigkeit bei Betrachtung eines Binärsignals.
 

Modulation des Digitalsignals

Ebenso wie bei der Analogtechnik ist es auch bei der Digitalsignalübertragung die Hauptaufgabe, mit den zu übertragenden Informationen einen hochfrequenten Träger zu modulieren. Während bei der Analogtechnik das empfangene Signal ein möglichst naturgetreues Abbild des gesendeten Signals sein soll, bieten sich bei der Digitaltechnik Möglichkeiten an, das die Information enthaltende Signal zu verändern und optimal an den zur Verfügung stehenden Übertragungskanal anzupassen.

 

Pulscode - Modulation

Im Bestreben, Modulationsverfahren zu finden, die vom Rauschen und von Nichtlinearitäten weniger abhängig sind erreichte man im Verlaufe der Zeit Verbesserungen. Die Pulsamplitudenmodulation (siehe unter 1.4.3), wie sie auf der

Suche nach besseren Verfahren für die Richtfunkübertragung 1936 von einer Entwicklungsgruppe der ITT in Paris vorgestellt wurde, brachte zwar eine höhere Sicherheit gegenüber Störungen, jedoch dies zu Lasten der Bandbreite. Zudem wächst bei dem Verfahren Rauschen, Übersprechen (bei der Übertragung mehrerer Kanäle nebeneinander) und Intermodulation mit der Länge des Übertragungsweges an.

Im Jahr 1938 brachte ein gebürtiger Engländer namens Allan H. Reeves der Mitarbeiter der Firma LCT war, in Paris ein neuartiges Modulationsverfahren für Sprachübertragung heraus. In der Patentschrift war erstmals ein Verfahren genannt, in den vorgeschlagen wird, die Sprachsignale abzutasten, zu quantisieren und in kodierter Form zu übertragen. Daher wird dieses Verfahren mit Pulscodemodulation (PCM) bezeichnet. Im folgenden werde ich das Prinzip am Einzelkanal erläutern.

 

Pulscodemodulation im Einzelkanal

Zur Erläuterung des Grundprinzips und einiger Probleme betrachten wir die PCM zunächst im Aufbau eines einzelnen Kanals. Ein Pulsamplitudenmoduliertes Analogsignal wird zuerst kodiert. Das heißt : Das analoge PAM Signal wird zuerst in ein digitales Signal gewandelt und danach später auf der Empfängerseite wieder ins analoge konvertiert. Durch eine Bauteileschaltung (siehe 1.4.3) wird schlussendlich das

originale Sprachsignal wiedergewonnen. Also Sprache oder Originalsignal wird PAM. PAM wird PCM und PCM wird empfängerseitig wieder PAM und dann Sprache oder Originalsignal.

Bei analogen Systemen sorgen die Aussteuerungsgrenzen von Verstärkern, Modulatoren u.s.w. für eine Begrenzung der Amplitude bei zu großer Lautstärke, falls nicht absichtlich am Signaleingang ein Dynamikbegrenzer zu große Signalamplituden abschneidet. Ähnlich gibt es bei der Pulscodemodulation einen begrenzten Bereich von Werten, den man hier als Quantisierungsbereich bezeichnet. Der Quantisierungsbereich wird in Quantisierungsintervalle (Quantisierungsstufen) eingeteilt (Bild.4).

Bild.4

In der Regel ist die Quantisierung mit einer Kodierung verbunden. Das bedeutet, das der Analog-Digital-Umsetzer an sich lediglich die Analogwerte in Binär-Wörter entsprechend dem Dualzahlensystem umwandelt. Erst eine zusätzliche Kodierung nach gewissen nachrichten- und übertragungstechnischen Anforderungen macht das Signal zur Übertragung geeignet.

Jedem Intervall wird ein bestimmter Zahlenwert zugeordnet. Es ist klar, dass damit sämtliche möglichen Analogwerte innerhalb eines Intervalls durch ein und denselben Wert, üblicherweise den Mittelwert des Intervalls, repräsentiert werden. Die Quantisierungsintervalle sind voneinander durch Entscheidungsschwellen getrennt (siehe Bild.4). Überschreitet ein Analogwert nur geringfügig die untere Entscheidungsschwelle eines Quantisierungsintervalls, so wird ihm der Wert des betreffenden Intervalls zugeordnet. Er nimmt erst den Wert des nächsthöheren Intervalls an, wenn er die obere Schwelle des betrachteten Intervalls überschreitet.

Die Zahl der Bits pro Kodewort hängt von der Anzahl der Quantisierungsstufen an. Nach ihr richtet sich die Taktfrequenz für den Analog-Digital-Umsetzer und die zu übertragende Bitrate. Im Dualen Zahlensystem bzw. bei der binären Kodierung braucht man zur Darstellung einer Menge :

    • von 2=21 Elementen (0,1):1 bit
    • von 4=22 Elementen (0 bis 3)2 bit
    • von 8=23 Elementen (0 bis 7)3 bit
    • u.s.w.,
    • und allgemein von s=2n Elementen (0 bis s-1)n bit

Also bedeutet dass : Mit einem n-stelligen Kodewort können 2n Quantisierungsintervalle dargestellt werden.

 

Zurück Weiter

Vielen Dank an   Roland   ww.2cool4u.ch   , der  Texte und Bilder zur Verfügung gestellt hat !


Geschichte ] [ Grundlagen ] Fehlerkorrektur ] Leitungssicherung ] Lichtwellenleiter ] Op. Übertragung ] Richtfunktechnik ] Satellitenübertragung ] Wellenausbreitung ] Seriell und Parallel ] Digitale Systeme ] Wettersatellit ]

Home ] Nach oben ] Inhaltsverzeichnis ]

Sonderangebot :    Sonderangebot !      Kältespray 400ml Preis : 4,95 Euro
Im Onlineshop bestellen

 

Unser Tip :

Elektronische Ersatzteile per Versand




Baldur Brock  Großgartacher Str. 180  74080 Heilbronn
Tel : 07131 920256   Fax : 07131 910915  E-Mail : Baldur Brock

Impressum und AGB


Ersatzteil-Onlineshop Ersatzteilversand     Laugenpumpe Versand

Hier verwendete Produktbezeichnungen, Logos und Abbildungen sind Eigentum des jeweiligen Herstellers oder Besitzers und dienen lediglich zur Identifikation!