Lichtwellenleiter

Home ] Nach oben ] Inhaltsverzeichnis ]


Monitorservice

Ersatzteile

Elektronik-Forum

Gästebuch

 Webhosting  

Reparaturen

Ersatzteilversand

Für Fachhändler

Ersatzteilbeschaffung  

Ein Vogel

Sonderangebot :    Sonderangebot !      Schaumreiniger Preis : 3,95 Euro
Im Onlineshop bestellen

Quelle : Lichtwellenleiter (Glasfaser) und Twisted Pair im Ethernet Netzwerk


Sender

Übertragungsstrecke

Die Übertragungsstrecke für Signale über Lichtwellenleiter (Glasfaserkabel) besteht aus dem Sender, dem Lichtwellenleiter und dem Empfänger (Bild.1)

Bild.1

 

Im Sender wird das elektrische Signal verstärkt und in einem Analog-Digital-Umsetzer durch Pulsmodulation (siehe auch Kapitel 1.4.2 Grundlagen der Übertragungstechnik) in ein digitales Signal umgewandelt. Die gebräuchlichsten Modulationsarten ist die Pulscode-Modulation und die Pulsdauermodulation (Bild.2 & Bild.3)

Bild.2                                                                                 Bild.3

 

 

Strahler

Über einen Strahler, dessen Strahlungsleistung mit dem modulierten Puls moduliert wird, wird das Signal optisch in den Lichtwellenleiter eingekoppelt.

Als Strahler werden infrarotstrahlende Lumineszenzdioden (IRED beziehungsweise LED) oder Halbleiterlaser verwendet.

LEDs als Sender
In der Kommunikation werden LEDs ebenso wie Laser als Lichtquelle für die Übertragung in optischen Medien benutzt. Lichtemittierende Dioden verwenden Halbleiterkristalle wie Gallium-Arsenid (GaAs) um elektrische Signale in Lichtsignale zu wandeln. Sie werden primär in Verbindung mit Multimodefasern eingesetzt. LEDs gibt es für Wellenlängen von 850 nm und 1300 nm mit typischen Ausgangsleistungen von 1 mW und Koppelverlusten von -17 dB. Die spektrale Fensterbreite beträgt 70 nm und kann mit Modulationsfrequenzen von 100 MHz moduliert werden.

Laser als Sender
Laser werden in der Datenkommunikation als Signalquelle in Verbindung mit Monomode-Fasern eingesetzt. Sie können Ausgangsleistungen von einigen Milliwatt (5 mW) erzeugen, und haben gegenüber LEDs wesentlich geringere Koppelverluste von 4 dB. Dadurch kann ein Laser eine Leistung von einigen Milliwatt (2 mW, LED 20 pW) in die Glasfaser einspeisen. Die Spektralfrequenzen von Lasern liegen meistens bei 1300 nm und 1550 nm und können mit Frequenzen von 1 GHz moduliert werden. Die spektrale Strahlungsbreite des generierten Lichtes hat eine extrem geringe Strahlungsbreite von 1 bis 3 nm.

Man könnte sich das am einfachsten so vorstellen, indem man eine starke Lampe nimmt und mit dieser in ein Rohr leuchtet, daß mit Glas ausgefüllt ist. Wenn die Lampe jeweils ausgeknipst wird, sieht man auch am Ende des Rohres kein Licht mehr. Wird die Lampe wieder angezündet ist dementsprechend auch am Ende des Rohres der Lichtaustritt wieder sichtbar.

 

Empfänger

Die optischen Signale werden aus dem Lichtwellenleiter in einen Detektor eingekoppelt und in elektrische Signale umgesetzt (siehe Bild.1). Diese digitalen Signale werden im Digital-Analog-Umsetzer in analoge Signale umgesetzt, demoduliert und verstärkt.

 

Lichtwellenleiter

In der modernen Datenkommunikation werden zunehmend Lichtwellenleiter (LWL) für die Informationsübertragung, bei der Telekommunikation und auch im Bereich der Rechnervernetzung eingesetzt. Der Begriff Lichtwellenleiter ist in der DIN 47002 und VDE 0888 genormt und besagt, daß es sich um einen Leiter handelt, in dem moduliertes Licht übertragen wird. Der LWL kann aus Glasfaser oder Kunststoff bestehen und zeichnet sich u.a. durch seine extrem hohe Übertragungsrate aus, die bis zu mehreren Milliarden bit/s betragen kann. Des weiteren sind LWL unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, weitestgehend abhörsicher und haben, wenn sie aus Glas bestehen, extrem geringe Dämpfungswerte.

Lichtwellenleiter - Aufbau

Aufbau eines LWL-Kabels / Faser

Die Faser besteht aus einem Kern (Core), einem Mantel (Cladding) und einer Beschichtung (Primär Coating). Der lichtführende Kern dient zum Übertragen des Signals. Der Mantel ist auch lichtführend, hat jedoch eine niedrige Brechzahl. Die Brechzahl, auch Brechungsindex (Refractive Index) genannt, ist ein Faktor, um den die Lichtgeschwindigkeit in einem optischen Material kleiner ist als im freien Raum (Vakuum). Der Mantel bewirkt dadurch eine Totalreflexion und somit eine Führung der Strahlung im LWL-Kern. Die Beschichtung ist ein Schutz vor mechanischen Beschädigungen und ist normalerweise zwischen 150 und 500 µm dick. Zwischen dem Mantel und der Beschichtung befindet sich noch eine 2 bis 5 µm dicke Lackierung. Die Lackierung dient als Schutz, um die feuchte Atmosphäre von der Faser fernzuhalten. Der Kern und der Mantel einer LWL-Faser werden hauptsächlich aus Quarzglas hergestellt. Der Preis für die Herstellung von LWL-Kabeln ist mittlerweile niedriger als der eines Übertragungsmediums auf der Basis von Kupfer. Die Beschichtung der Faser besteht aus einem weichen Kunststoff.

Der Lichtwellenleiter (Glasfaserkabel) besteht also aus folgenden Grundelementen :

    • Dem Kern, auch genannt Core,
    • dem Mantel (Cladding) und
    • der Beschichtung (Coating)

Der Kern und der Mantel bestehen aus optisch transparentem Material, zum Beispiel Quarzglas (Bild.4).

Bild.4

 

Der Kern ist der zentrale Bereich eines Lichtwellenleiters, der zur Führung des Lichtes dient. Diese Wellenführung im Kern ist nur deshalb möglich, weil sich die Brechung des Lichtes im Kern und im Mantel unterscheiden. Durch eben diese erhöhte Kernbrechzahl wird das Licht am Mantel totalreflektiert. Totalreflexion kann nur beim Übergang eines Lichtstrahls aus einem optisch dichteren Stoff in einen optisch dünneren Stoff auftreten, nie im umgekehrten Fall.

In einem Lichtwellenleiter wird also der Effekt der Totalreflexion für die Lichtführung dadurch ausgenutzt, dass man in der Mitte des Leiters ein ‘Kernglas’ mit der Brechungszahl n1 und darum ein ‘Mantelglas’ mit der Brechzahl n2 hat, wobei n1 ein wenig größer ist als n2 (Bild.5).

Bild.5

lwl_b01.gif (12772 Byte)

Unter Beschichtung ist die bei der Herstellung des Lichtwellenleiters im direkten Kontakt mit der Manteloberfläche aufgebrachte Schicht zu verstehen, die sich für Verbindungszwecke beziehungsweise zum Ein- und Auskoppeln entfernen lassen muss. Sie kann z.B. aus einer oder mehreren Kunststoffschichten bestehen uns muss über die ganze Länge gleichmäßig, ohne Unterbrechung oder wesentliche Dickenänderung, vorhanden sein. Die Beschichtung kann farbig ausgeführt werden und gegebenenfalls zusätzlich eine Ringkennzeichnung enthalten ; sie hat eine Brechzahl, die über der des Mantels liegt, dadurch werden unerwünscht in den Mantel eingekoppelte Lichtwellen in der Beschichtung nach wenigen Metern im Kunststoff absorbiert.

Beispiele von Brechzahlen eines LWL :

    • Kern1.48
    • Mantel1.46
    • Beschichtung1.52

Mechanisch hat die Beschichtung die Aufgabe, den Lichtwellenleiter vor Äußeren Einflüssen zu schützen, sowie Querkräfte aufzunehmen, die die LWL-Achse im Mikrobereich verbiegen und dadurch Zusatzdämpfungen herbeiführen könnten.

Die meisten LWL-Hersteller stellen die eigentliche Faser (inkl. Primär Coating) nicht her. Diese wird von wenigen Firmen wie z.B. Corning, Siecor oder BICC zugekauft. Bei der Herstellung der Faser wird der Kern und der Mantel schon mit einer Beschichtung, dem Primär Coating (erster Schutzmantel), zum Schutz der Faser versehen. Das Primär Coating reicht als Schutz für die Faser nicht aus. Um die Faser herum befindet sich deshalb eine weitere Schutzhülle, das Sekundär Coating. Diese Schutzhülle besteht aus einem oder mehreren gleichen oder unterschiedlichen, festen Kunststoffen. Es werden dabei vier Grundaufbauten für das LWL-Kabel unterschieden:

  • Festader oder auch Vollader
  • Kompaktader
  • Hohlader gefüllt oder ungefüllt
  • Bündelader gefüllt oder ungefüllt

 

Arten von Lichtwellenleitern

Im vorigen Kapitel wurde der Aufbau eines Lichtwellenleiters und die Führung der Strahlen mit dem Prinzip der Totalreflexion nähergebracht. Außer der Totalreflexion gibt es auch noch das Prinzip der Brechung der Strahlen.

Der Kern des Lichtwellenleiters ist bei diesem Prinzip so beschaffen, dass in ihm nach außen hin der Brechungsgrad parabelförmig verhält. Das heißt, die Strahlung innerhalb des Lichtwellenleiters wird bei diesem Typ durch sich allmählich verändernde Brechungszahl des Kerns abgelenkt. Man nennt diese Art der Lichtwellenleiterfaser auch Faser mit Gradientenprofil.

Weiter unterscheiden wir generell zwischen Fasern in denen mehrere Lichtsignale, also Strahlen, übertragen werden können und solchen in denen nur ein Strahl übertragen wird. LWL in denen die Übertragung von mehreren Strahlen möglich ist nennt man Multimodefasern, diese in denen nur ein Strahl übertragen wird nennt man Monomodefasern.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die verschiedenen Arten deutlich (Tabelle.1). 

     

Dämpfung der Strahlen

Die optischen Signale werden bei der Übertragung gedämpft. Die Dämpfung entsteht durch Verunreinigungen und Inhomogenität (Ungleichmäßigkeit) des Werkstoffs sowie durch Krümmungen der Lichtleitfasern bei der Verkabelung und durch Schwankung der Abmessungen. Bei Wellenlängen von 800 nm bis 900 nm, 1.1 m m bis 1.3 m m und bei 1.5 m m sind die Dämpfungen am kleinsten.

DÄMPFUNG

Ganz allgemein ist die Dämpfung die Minderung der übertragenen Energie eines Signals im Verlauf einer Übertragungsstrecke. Die Dämpfung wird als logarithmisches Verhältnis von Eingangs- zu Ausgangsleistung in der Einheit Dezibel (dB) angegeben. Bei Leistungen (P1 und P2) definiert man 1 dB = 20 Ig (P1/P2), wobei P1 am Anfang und P2 am Ende der Leitung gemessen wird. Bei Lichtwellenleitern ist die Dämpfung der Energieverlust des Lichtstrahls, der beim Durchlaufen der Faser in Form von Streuung und Absorption auftritt. Sie wird in dB angegeben und meistens auf eine Länge von einem Kilometer (dB/km) bezogen. Die Dämpfung ist abhängig von der verwendeten Wellenlänge. Günstige Wellenlängen für Quarzglas liegen bei 850 nm, 1.300 nm und 1.550 nm. Die Dämpfung sollte so niedrig wie möglich sein, um die Signalverluste bei der Übertragung so gering wie möglich zu halten. Typische Dämpfungswerte liegen bei ca. 3 dB/km für 850 nm Wellenlänge. Zum Vergleich haben Koaxialkabel eine Dämpfung von ca. 17 dB/km.

lwl_b12.gif (13878 Byte)

Bei größeren Übertragungsstrecken sind Zwischenverstärker erforderlich (Bild.6).

Die optischen Signale werden in elektrische, digitale Signale umgewandelt und verstärkt. Die Impulse werden geformt und als optische Signale wieder in den Lichtwellenleiter eingekoppelt.

Bild.6

 

Die typischen Dämpfungswerte der einzelnen LWL-Typen stellt nachfolgende Tabelle im Überblick dar.

LWL-Type
Durchmesser in µm

Faser

650 nm

850 nm

1.300 nm

1.550 nm

Monomodefaser
9...10/125µm

Gradientenfaser
50/125µm
62,5/125µm
85/125µm
100/140µm

Stufenfaser
200/280µm
200/230µm
980/1000µm


Glas/Glas


Glas/Glas
Glas/Glas
Glas/Glas
Glas/Glas


Glas/Glas
Glas/Kunststoff
plastic fiber












12 dB/50m





2,60 dB/km
3,20 dB/km
3,50 dB/km
3,50 dB/km


5,00 dB/km
6,00 dB/km


0,36 dB/km


0,90 dB/km
0,90 dB/km
1,50 dB/km


0,20 dB/km

Bei einer LWL-Verbindung zwischen zwei Punkten sind Dämpfungsverluste die Summe vieler Einzelursachen.

Die wichtigsten Einzelursachen für Dämpfungsverluste bei einer Verbindung sind:

  • die Gesamtlänge der Verbindung
      
  • Fehler in der Glasfaser
      
  • Verunreinigung des Kernglases
      
  • Fehlstellen im Glas wie Luftblasen, Einschlüsse, Mikrorisse, Kratzer und Inhomogenitäten
      
  • Reflexionen durch Nichteinhaltung von Biegeradien
      
  • die Anzahl von Verbindungen
      
  • Fehler bei Verbindungen
      
  • schlechte Spleiße
      
  • schlecht polierte Oberfläche der Faserenden
      
  • unterschiedliche Kerndurchmesser
      
  • Achsenversatz der Fasern
      
  • Fehlwinkel oder Verkippung der Fasern
      
  • Schmutz
      
  • schlechte Stecker
        

Gute Spleiß-Verbindungen ( splice ) haben einen Dämpfungsverlust von ca. 0,1 dB. Spleiß-Verbindungen sind dauerhafte Verbindungen, die durch Verschmelzen oder Kleben erzeugt werden.

Gut aufeinander abgestimmte Steckverbindungen ( connector ) verfügen über einen Dämpfungsverlust von ca. 0,5 bis 0,8 dB. Steckverbindungen sind leicht lösbare Verbindungen.

 

Mit zunehmender Wellenlänge nimmt der Streuverlust ab. Verunreinigung, z.B. OH-lonen, die bei der Faserherstellung in die Faser gelangen, absorbieren das Licht bei verschiedenen Wellenlängen. Bedingt durch die OH-Absorptionsspitzen gibt es Dämpfungsspitzen (bei ca. 950, 1.200 und 1.400 nm) und günstige Wellenlängenbereiche, die auch Fenster oder Arbeitswellenlängenbereiche genannt werden. Folgende Fenster (Wellenlängenbereiche) werden heute zur optischen leistungs- gebundenen Signalübertragung mittels LWL-Systemen genutzt:

  • 1. Fenster = 850 nm
  • 2. Fenster = 1.300 nm
  • 3. Fenster = 1.550 nm

lwl_b13.gif (19512 Byte)

 

Dispersion

Unter Dispersion (Pulsverbreitung) versteht man die Verbreitung eines Lichtimpulses durch Laufzeitunterschiede (Gruppenlaufzeit) der Moden (Eigenwellen), was eine Begrenzung der Übertragungsbandbreite von LWLs zur Folge hat. Man unterscheidet die Modendispersion und die chromatische Dispersion, die sich wiederum aus Materialdispersion und Wellenleiterdispersion zusammensetzt.
Die Modendispersion ist ein Effekt der unterschiedlichen Signallaufzeiten der Moden, was zu einer Signalverzerrung führt. Die Materialdispersion, auch Manteldispersion bezeichnet, ist die Wellenlängenabhängigkeit der Brechzahl eines Materials. Die Wellenleiterdispersion (Waveguide Dispersion) ist gerade bei Singlemode-LWL von Bedeutung und bezieht sich auf die Wellenlängenabhängigkeit der Lichtverteilung zwischen Kern und Mantel.
Die nutzbare Übertragungsbandbreite ist umgekehrt proportional zur Dispersion und wird somit direkt mit ihr ins Verhältnis gesetzt. Die Dispersion wird in einer Zeit- zu Längeneinheit (ns/km) angegeben und ist der reziproke Wert des Bandbreitenlängenproduktes.

Beispiel: Dispersion 5ns/km <==> Bandbreite 200 Mhz x km.

 

Herstellung von Lichtwellenleitern

Allgemeines

Lichtwellenleiter werden üblicherweise in mehreren Verfahrensschritten hergestellt, um die mechanischen, geometrischen und optischen Eigenschaften des LWL jeweils gezielt zu optimieren. Außerdem ermöglicht dieses Vorgehen eine schnelle und wirtschaftliche Massenfertigung, die eine wesentliche Voraussetzung für die heutige Nachrichtentechnik mit Lichtwellenleitern ist.

Bei fast allen Verfahren wird zunächst eine Vorform (preform) hergestellt. Dies ist ein Glasstab, der aus Kern- und Mantelglas besteht. Betrachtet man den Querschnitt einer solchen Vorform, so sieht man eine maßstabsgerechte Vergrößerung der geometrischen Abmessungen und des Brechzahlprofils vom LWL, der daraus entstehen soll. Unter starker Erhitzung eines Endes wird die Vorform zum Lichtwellenleiter ausgezogen, wobei gleichzeitig die Beschichtung (Coating) als Schutzumhüllung auf den LWL aufgebracht wird.

 

Kabel

LWL - Kabelkonstruktion

Bisher haben wir von einzelnen Lichtwellenleitern gesprochen. Von kompletten Konstruktionen, wie sie in der Nachrichtenübermittlung gebraucht werden, handelt dieses Kapitel.

Die vielfältigen Anwendungen von Lichtwellenleitern in der Nachrichtenkabeltechnik erfordern verschiedenartigste Kabelaufbauten. In der Konstruktion sind dafür die entsprechenden Materialien und Abmessungen festgelegt. Ausgehend vom Aufbau der LWL-Ader, wird mit der Konstruktion der Kabelseele, dem Mantel und gegebenenfalls der Bewehrung und Schutzhülle bestimmt, wie diese Beschaffen sein sollen, um für das LWL-Kabel hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer zu erreichen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die LWL in diesen Kabeln durch Umgebungseinflüsse, wie z.B. Temperaturschwankungen und mechanische Beanspruchung nicht beschädigt werden.

 

Kabelseele

Zum erhöhen der mechanischen Stabilität eines LWL-Kabels mit Hohl- oder Bündeladern werden diese um ein Zentralelement als Kern des Kabels verseilt, wobei das Zentralelement sowohl zur Stützung (Knickschutz) als auch zur Zugentlastung dienen kann. Hauptsächlich durch dieses Verseilen erhalten die LWL in den einzelnen Adern einen definierten Freiraum, in dem Zug-, Stauch-, Quetsch- und selbstverständlich Biegebeanspruchungen im spezifizierten Rahmen keinen Einfluss auf die Übertragungseigenschaften haben. Neben Einzel- und Bündeladern in Hohlader, Vollader, Kompaktader oder als Bändchenkonstruktion können zusätzlich auch Bindelemente, d.h. Adern ohne LWL oder reine Plastikelemente, sowie Kupferadern als Paar oder Vierer mitverseilt werden. Die Gesamtheit dieser im Kabel vorhandenen Verseilelemente zusammen mit den Stütz- und Zugelementen und der gegebenenfalls über all diesen Elementen liegenden Bewicklung wird Kabelseele genannt. 

 

Verseilung

     

In der LWL-Kabeltechnik wird hauptsächlich die Lagenverseilung angewendet. Hierbei sind die Verseilelemente konzentrisch in einer oder mehreren Lagen um ein Zentralelement angeordnet. Sind die Verseilelemente Einzelelemente wie z.B. LWL-Adern, LWL-Bündchenadern, Kupferadern oder Blindelemente, dann spricht man von LWL-Lagenkabel ; besteht dagegen die Seele aus Bündeln aus verseilten Elementen, so spricht man von einem LWL-Bündchenkabel.

Im oberen Fernnetz der Fernmeldeverwaltungen wird hauptsächlich das Lagenkabel mit Bündeladern eingesetzt (siehe Bilder unten). Im Ortsnetz werden sowohl lagenverseilte

Kabel als auch die Bündelkabel-Konstruktion benutzt ; denn die Packungsdichte lässt sich beim Bündelkabel erheblich steigern.

 

 

Verwendung

     

    Anwendung

    2 Fasern

    4 Fasern

    ATM

    X

    FDDI-Backbone

    X

    Ethernet

    X

    Token Ring

    X

    Sprache / ISDN

    X

     

     

 

geschützt
in Erde

ungeschützt
in Erde

Freiluft-
Verlegung

Hohlader ohne Nagetierschutz
 

1

3

1

Hohlader mit Magetierschutz,     nicht metallisch

1

2

2

Hohlader mit Nagetierschutz,     metallisch

1

1

3


1-gut     2-mittel     3-schlecht

     

Multimodefasern mit Stufenprofil (Stufenindex-Profilfaser) besitzen einen relativ großen Kern, in dem sich viele Moden ausbreiten. Der Brechungsindex ist im Kern konstant und stufenförmig gegenüber dem Mantel erhöht. Mit unterschiedlichem Winkel zur Achse breiten sich die Strahlen (Moden) aus. Durch die unterschiedlich langen Zick-Zack-Wege haben die Strahlen unterschiedliche Laufzeiten (Modendispersion). LWL mit einer Stufenindexfaser eignen sich für kleine Übertragungsbandbreiten (bis 100 MHz) und für Entfernungen bis maximal einen Kilometer. Der typische Kerndurchmesser beträgt bei dieser Faser 100 µm, 120 µm oder 400 µm, mit einer Bandbreite von weniger als 100 MHz x km und einer Dämpfung von ca. 6 dB/km.

Multimodefasern mit Gradientenprofil (Gradientenindex-Profilfaser) besitzen einen kleinen Kern (meist 50 µm, 62,5 µm, 85 µm, oder 100 µm), in dem sich auch viele Moden ausbreiten. Der Brechungsindex ist parabolisch von der Kernmitte zum Mantel abfallend. Dadurch wird ein Laufzeitausgleich der Strahlen erreicht. Die Strahlen werden nach außen allmählich gebogen und kehren zur Mitte des Kerns zurück. Die Modendispersion ist aufgrund dieses Verfahrens wesentlich geringer als bei der Stufenindexfaser, und die Strahlen erreichen bei genau richtigem Indexprofil trotz unterschiedlicher Weglänge zum gleichen Zeitpunkt das andere Ende des LWL. Die Dämpfungswerte liegen bei ca. 3 dB/km (LED 850 nm), wodurch eine repeaterlose Übertragung von bis zu 10 km möglich ist. Die Bandbreite liegt hier wegen der besseren Unterdrückung der Modendispersion teilweise bei > 1 GHz x km. Die Faser ist bei LANs die Standardfaser.

Singlemodefasern mit Stufenindexprofil (Einmodefaser) verfügen über einen sehr kleinen Kern (ca. 2 - 10 µm) und sind dadurch in ihrer Herstellung, Verlegung und Anschließung am aufwendigsten. Diese Fasern arbeiten nur mit einer Mode, dadurch gibt es auch fast keine Modendispersion (0,1 ns/km) und nur eine sehr geringe optische Signaldämpfung (0,1 dB/km LED 1300 nm). Dieser LWL eignet sich für hohe Übertragungsbandbreiten (Bandbreite von > 10 GHz x km) und ohne den Einsatz eines Repeaters für Entfernungen von über 50 Kilometer.

 

   LWL-Type (Indexprofil)    typische Eigenschaften der LWL-Typen
Stufenindexfaser
  • für kurze Strecken bis zu ca. 1 km
  • für Bandbreiten bis maximal 100 MHz/km
  • mittelhohe Dämpfung ca. 5 - 6 dB/km bei 850 nm
  • große Signallaufzeitunterschiede
  • starke Impulsverbreitung
Gradientenindexfaser
  • für mittlere Strecken bis zu ca. 27 km
  • für Bandbreiten bis maximal 1 GHz/km
  • kleine Dämpfung ca. 2,5 - 3,5 dB/km bei 850 nm
  • kleine Signallaufzeitunterschiede
  • geringe Impulsverbreitung
Monomodefaser
  • für lange Strecken bis zu ca. 60 km
  • für Bandbreiten bis zu 10 GHz/km
  • sehr geringe Dämpfung ca. 0,36 dB/km bei 1300 nm
  • keine Signallaufzeitunterschiede
  • keine Impulsverbreitung

 

Zurück Weiter

Vielen Dank an   Roland   ww.2cool4u.ch   , der  Texte und Bilder zur Verfügung gestellt hat !


Geschichte ] Grundlagen ] Fehlerkorrektur ] Leitungssicherung ] [ Lichtwellenleiter ] Op. Übertragung ] Richtfunktechnik ] Satellitenübertragung ] Wellenausbreitung ] Seriell und Parallel ] Digitale Systeme ] Wettersatellit ]

Home ] Nach oben ] Inhaltsverzeichnis ]

Sonderangebot :    Sonderangebot !      Schaumreiniger Preis : 3,95 Euro
Im Onlineshop bestellen

 

Unser Tip :

Monitorwerkstatt




Baldur Brock  Großgartacher Str. 180  74080 Heilbronn
Tel : 07131 920256   Fax : 07131 910915  E-Mail : Baldur Brock

Impressum und AGB


Ersatzteil-Onlineshop Ersatzteilversand     Laugenpumpe Versand

Hier verwendete Produktbezeichnungen, Logos und Abbildungen sind Eigentum des jeweiligen Herstellers oder Besitzers und dienen lediglich zur Identifikation!